Buchempfehlung
Theater als Form des Widerstands in Kurdistan Die Bewahrung der kurdischen Kultur ist an sich ein großer Widerstand gegen die Besatzerstaaten und ihre rassistische Politik. Im Bereich der Kultur hat es das Theater wesentlich schwerer, den Repressalien der Besatzer standzuhalten, als andere Formen der Kunst wie z. B. Romane, Gedichte, Musik und Gesang, weil es zum einen nicht unter der Hand oder in kleinen Kreisen gut verbreitet werden kann, und es zum anderen von freien Entfaltungsmöglichkeiten und der Öffentlichkeit abhängig ist wie z. B. Bühne und Publikum. Trotz alledem verzichtet das kurdische Volk keineswegs auf Theater. Das Buch des kurdischen Künstlers Hawre Zangane behandelt das Thema "Theater als Form des Widerstands in Kurdistan" auf eine sehr interessante Art und Weise und in einer der schwierigsten Epoche der kurdischen Geschichte, speziell in Südkurdistan von 1970 bis 1991, in der das Baàth-Regime Iraks Völkermord gegen das kurdische Volk verübte. Es ist das erste und einzige Buch in Deutsch, das sich dem kurdischen Theater widmet. Es ist meine Empfehlung. Abdullah Ali
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In einer Zeit , in der das einen künstlerischen Anspruch erhebende westliche Theater sich in Ästhetik oder Schocktherapie selbst zugenügen scheine [....] zeigt der irakische Kurde Hawre Zangane welchen menschlichen, gesellschaftlichen, politischen Wert das Theater auch heute noch haben kann.
Professor Dr. Winfried Passow | Es wird deutlich, dass die hier behandelte Gruppe sowohl die Strategien der euroamerikanischen Theateravantgarde als auch das kulturelle Zeichenrepertoire kurdischer Riten und Tänze rezipiert hat. So wird die "Ästhetik des Widerstandes" bei diesem Beispiel zu einem hochkomplexen interkulturellen und kulturspezifischen Theatererlebnis.
Professor Dr. Christopher Balme |